SB-Gspröch Fabio Scherer

Im Minus abgeschlossen

An der kommenden Gemeindeversammlung werden der Jahresbericht inklusive Jahresrechnung 2023 präsentiert und zur Genehmigung unterbreitet. Die Rechnung schliesst mit einem Aufwand von 369 000 Franken. Die Bruttoinvestitionen betragen rund 6,7 Millionen Franken.

In der Gemeinde Eschenbach stehen Veränderungen an. Foto Burkhalter Derungs AG/Archiv
 

In der Gemeinde Eschenbach stehen Veränderungen an, wie zum Beispiel eine neue Zentrumsüberbauung im Unterdorf oder Veränderungen beim Betagtenzentrum Dösselen. Diese bieten Chancen für eine weitere Entwicklung des Dorfs im Oberseetal. «Altes geht, Neues kommt», schreibt Gemeindepräsidentin Nicole Lüthy im Grusswort der Botschaft zur Gemeindeversammlung am 21. Mai.

Die Stimmberechtigten sind zur Abstimmung über mehrere Traktanden in den Lindenfeldsaal eingeladen. Vorab steht der Jahresbericht inklusive Jahresrechnung der Einwohnergemeinde zur Diskussion. Mit einem Minus von 369 000 Franken schliesst die Rechnung um 429 000 Franken besser als im Budget vorgesehen. Dazu hat beigetragen, dass die budgetierten 325 000 Franken für Ersatzabgaben für fehlende Asylunterkünfte nicht bezahlt werden mussten. Die Steuereinnahmen sind um rund 127 000 Franken tiefer als budgetiert ausgefallen. Insbesondere bei den Grundstückgewinnsteuern und Hand­änderungssteuern wurde zu optimistisch kalkuliert.

Die 2023 getätigten Bruttoinvestitionen betragen rund 6,7 Millionen Franken. Weitaus grösste Position mit vier Millionen Franken ist der Kauf der Liegenschaft Kegelhofen zwecks strategischer Sicherung als Kiesabbaureserve. Die Stimmberechtigten hatten Anfang Februar 2023 dem Erwerb mit 93 Prozent zugestimmt. Das Kieswerk selbst weist ein um fast eine halbe Million Franken besseres Resultat aus als budgetiert. Hingegen beträgt der Verlust beim Betagtenzentrum Dösselen fast das Doppelte im Vergleich zum Budget. Mit etwas mehr als 12 Millionen Franken macht die Bildung den grössten Aufgabenbereich aus und beanspruchte 2023 jeden vierten Franken des Aufwands der Gemeinde Eschenbach. Der Gemeinderat beantragt den Stimmberechtigten, den Jahresbericht inklusive Jahresrechnung 2023 zu genehmigen. Laut Bericht der externen Revisionsstelle wird die Jahresrechnung der Gemeindeversamlung ebenfalls zur Genehmigung empfohlen.

Die Controllingskommission hatte den politischen Teil der Jahresrechnung zu beurteilen. Sie stellt fest, dass die Gemeinde einen bisher seltenen Verlust in der Jahresrechnung 2023 zu verbuchen hat. Weiter stellt sie fest, dass die künftigen gemeindeinternen Herausforderungen, die auch die Gemeindepräsidentin einleitend zur Botschaft nennt, nicht kleiner werden. Die Controllingkommission will daher den Gemeinderat bei der Umsetzung seiner strategischen Finanzplanung unterstützen. Das Thema soll besonders nach den Wahlen und ab September mit dem neu gewählten Gemeinderat angegangen werden. (gk/SB)

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Dienstag, 21. Mai, 19.30 Uhr, Gemeindeversammlung, Lindenfeldsaal.

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