CKW will Hauptsitz nach Emmen verlegen
Auf der Reussinsel in Rathausen sollen laut Mitteilung der CKW künftig auch die Mitarbeitenden aus dem Luzerner Stadtteil Reussbühl arbeiten, darunter der Netzstützpunkt für die Region Luzern, der für Bau, Betrieb und Unterhalt des Stromnetzes im Grossraum Luzern zuständig ist.
In Reussbühl, westlich der Hauptstrasse zwischen der Kleinen Emme und der Täschmatt, nutzt die CKW einen Teil der Fläche als Werkhof. Sie hatte bereits früher angekündigt, diesen Standort dereinst aufzugeben. Stattdessen will die Stadt Luzern auf dem Gebiet bis zu 800 zusätzliche Wohnungen und Gewerbeflächen erstellen.
Mit dem geplanten Umzug nach Emmen bekenne sich die Firma zu ihrem Ursprungsort, teilte der Stromproduzent mit. 1894 sei auf der Reussinsel das erste Kraftwerk in Betrieb genommen worden. Durch die Zusammenlegung der Standorte soll die Zahl der Mitarbeitenden in Rathausen von rund 600 auf etwa 1000 steigen, wie es weiter hiess.
Die Gemeinde Emmen rechne mit positiven Effekten für den Standort und die Steuereinnahmen, teilte die Gemeinde in ihrem Communiqué mit. Gleichzeitig rücke die Verkehrssituation in den Fokus. "Ziel ist es, den Mehrverkehr auf ein vertragliches Mass zu begrenzen", wird Gemeinderat Andreas Roos (Mitte) im Communiqué zitiert.
Neue Bushaltestelle
Zusammen mit Emmen und Ebikon hat die CKW "verbindliche Mobilitätsmassnahmen" definiert: Geplant sind unter anderem eine neue Bushaltestelle im Gebiet Rathausen, "Anpassungen an der Strasse" sowie ein Mobilitätsmanagement mit klaren Obergrenzen für Fahrten und einer ausgewogenen Verkehrsverteilung zwischen den beiden Gemeinden.
Der Verkehr soll zu je 50 Prozent auf die Zufahrten über Emmen und Ebikon verteilt werden, schrieb Emmen im Communiqué. "Der Verkehr verteilt sich bereits heute je zur Hälfte auf beide Zufahrten. Zusätzliche Lenkungsmassnahmen sind deshalb nicht nötig. Sollte sich dieses Gleichgewicht verändern, könnten wir gezielt eingreifen", sagt CKW-Sprecher Marcel Schmid auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
In den kommenden Jahren soll der Bebauungsplan öffentlich aufgelegt werden. Nach heutigem Stand könnten erste Bauprojekte ab 2030 realisiert werden, hiess es weiter. (sda)
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