HC Seetal im Quali-Playoff ausgeschieden
von André Widmer
Wer allenfalls gehofft hatte, dass die Aroser während der Woche mit einem knappen Kader ins über zwei Stunden entfernte Luzerner Seetal reisen würden, sah sich getäuscht. Insgesamt 18 Feldspieler standen am Mittwochabend letzter Woche im Aufgebot des Wild Hogs Hockey Club Arosa – ein Verein, der 2014 aus der zweiten Mannschaft des EHC Arosa entstand.
Und wie bereits im ersten Spiel der Quali-Playoffs stand auch dieses Mal viel Qualität bei Arosa auf dem Eis. Wer die best-of-three-Serie gewinnt, dem winkt der Einzug in die Masterround. Die Wild Hogs, die die Gruppe 4 der Ostschweizer 3. Liga als Erster gewannen, entpuppten sich auch in der Südi-Eishalle als starker Gegner. Sie drückten der Partie in der Startphase den Stempel auf, belagerten den Seetaler Kasten. Dem HC Seetal gelang in der 3. Minute lediglich ein Entlastungsangriff mit Noé Walting. Ein Abpraller führte in der 9. Minute zur nicht unverdienten Aroser Führung – umso überraschender in der 12. Minute das 1:1 von Captain Pascal Mathis mit einem satten Schuss nach Vorarbeit von Edgars Mucenieks. Lediglich 23 Sekunden später stellten die Gäste aber wieder die Führung her (Holzheuer), noch im ersten Drittel erhöhte Arosa noch auf 1:3 durch Vasek.
Mehr Mut und Härte
Der HC Seetal steckte trotz dem Hintertreffen nicht zurück, startete agressiv in den zweiten Abschnitt. Wohl fehlten die zwingenden Abschlüsse, aber der HCS konnte sich im gegnerischen Drittel behaupten. Mehr Mut, aber auch mehr Härte sorgten dafür, dass die Seetaler in den ersten 10 Minuten mehr vom Spiel hatten. Der resultatmässige Bruch kam erst nach einer Strafe für hohen Stock (31.): Die Wild Hogs nutzten das Powerplay mit einer Kombination zum 1:4; das 1:5 zweieinhalb Minuten später aus einem schnell vorgetragenen Angriff (34.) schien dann die vorzeitige Entscheidung zu sein. Gino Buchmanns 2:5-Anschlusstreffer in der 35. Minute kam zwar noch früh genug, doch die Aufholjagd setzte trotz beherztem Einsatz des HC Seetal nicht mehr ein. Captain Pascal Mathis erzielte mit einem Weitschuss noch das 3:6 in der 53. Minute.<o:p></o:p>
Der HC Seetal hat somit keine Chance mehr, in diesem Frühjahr in die 2. Liga zurückzukehren. Die Gegner aus der Gruppe mit Arosa scheinen generell stärker zu sein; drei der vier Serien endeten bereits nach zwei Spielen für die Mannschaften aus der Südostschweiz. Man sollte in der Südi-Eishalle aber nicht unzufrieden sein mit dem Saisonverlauf: In der Gruppenphase holte der HC Seetal aus 18 Spielen 37 Punkte; der Punkteschnitt war ähnlich hoch wie in der vorherigen Spielzeit, damals noch unter Trainer Krisztian Todor. Auch wenn man personell erneut nicht aus dem Vollen schöpfen konnte. Die Mischung aus Routiniers und Youngsters scheint doch zu funktionieren.
HC Seetal - Wild Hogs HC Arosa 3:6 (1:2, 1:3, 1:1)
Südi-Eishalle, Hochdorf: 116 Zuschauer. – SR: Stejskal/Gavoille. – Strafen: 4x2 Min. gegen Seetal, 8x2 plus 1x5 Min. gegen Arosa. – Tore: 9. B. Bächinger 0:1, 12. Mathis 1:1, 12. Holzheuer 1:2, 19. Vasek 1:3, 31. Holzheuer (PP) 1:4, 34. B. Bächinger 1:5, 35. Buchmann (PP) 2:5, 44. M. Bächinger 2:6, 53. Mathis (PP) 3:6. – Seetal: Y. Zurfluh; Buchmann, Rogger, Müller, R. Kiener, Bucher, M. Zurfluh; Mathis, Jauch, L. Frey; Mucenieks, Rickenbach, Brönnimann, Soltermann, N. Frey, Walting. – Arosa: Danuser; M. Bächinger, D`Agostini, Gadient, Von Ow, Donatsch, Birrell, P. Kiener; Arpagaus-Hostettler, Schmid, Caflisch; B. Bächinger, Jeyabalan, Woodward, Hofstetter, P. Holzheuer, Vasek, Herger, Gerber.
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