Kanton schränkt Wasserentnahme ein und verhängt Feuerverbot im Wald
Die anhaltende Trockenheit führte im Kanton Luzern zu "tiefen Wasserständen" in den Gewässern, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Deshalb sind Wasserentnahmen für die landwirtschaftliche Bewässerung und andere Zwecke in vielen Gebieten bis auf Weiteres untersagt oder eingeschränkt.
Laut dem Communiqué wiesen der Vierwaldstättersee, die Reuss und der Sempachersee "zwar tiefe, aber noch ausreichende Wasserstände" auf. Bestehende Entnahmen für Bewässerungen über die örtliche Wasserversorgung seien mit der zuständigen Gemeinde abzusprechen.
An vielen Messstellen sinken auch die Grundwasserstände. Sie liegen mehrheitlich, mit Ausnahme des Reusstals, unter dem langjährigen Mittel. Erste Wasserversorgungen im Norden des Kantons rufen zum Wassersparen auf, wie es weiter hiess.
Himmelslaternen verboten, Grillieren mit Abstand erlaubt
Gleichzeitig steige die Waldbrandgefahr deutlich. In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen gilt ab Donnerstagmittag ein "absolutes Feuerverbot" im Wald und in einem Umkreis von 50 Metern. Auch Feuerwerk sowie Himmelslaternen sind im ganzen Kantonsgebiet verboten. Verboten sind Einweggrills, erlaubt bleiben nur Gas- und Elektrogrills sowie Holzkohlegrills mit genügend Abstand zum Wald.
Der Kanton ruft zudem zum sparsamen Umgang mit Wasser auf. Für eine Entspannung der Lage seien laut Behörden anhaltende und "ergiebige Niederschläge" notwendig. Verstösse gegen das Feuerverbot werden polizeilich geahndet, teilte der Kanton mit. (sda)
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