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Seetal

Aufs Tempo drücken

Der regionale Entwicklungsträger Idee Seetal fordert eine rasche Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern und des Autobahn-Bypasses. 

«Die Region Seetal wächst und ist auf eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur angewiesen. Im Rahmen der Vernehmlassung zur Bundesvorlage ‹Verkehr '45› setzt sich die Idee Seetal deshalb mit Nachdruck für eine prioritäre Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern sowie des Autobahn-Bypasses ein. Beide Grossprojekte sind auch für die zukünftige Entwicklung des Seetals von grosser Bedeutung», schreibt der Entwicklungsverband der Region in einer Mitteilung. 

Das Seetal zwischen der Agglomeration Luzern und Lenzburg sei eine prosperierende Region. «Seit Jahren weist die Region ein hohes Bevölkerungswachstum aus, welches auch in den nächsten Jahren weiter anhalten wird. Grosse Arealentwicklungen werden dieses Wachstum weiter befeuern», schildert die Idee Seetal. Allein im kantonalen Entwicklungsschwerpunkt Hochdorf stünden rund 20 Hektaren unüberbaute Arbeitszonen für die wirtschaftliche Entwicklung zur Verfügung. Gleichzeitig gewinne das Seetal mit dem Baldegger- und Hallwilersee als Naherholungsgebiet zunehmend an Bedeutung.

Durchgangsbahnhof als wichtiges Projekt

Das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Seetal bildet die Seetalbahn (S9) zwischen Luzern und Lenzburg, schreibt die Idee Seetal in ihrer Mitteilung. «Die Verbindung ist gut ausgelastet und stösst teilweise bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen. Weder die Taktfrequenz noch die Grösse des eingesetzten Rollmaterials kann ausgebaut werden. Sowohl die Kapazität des Bahnhofs Luzern als auch die besonderen baulichen Gegebenheiten der Seetalbahn schränken eine Weiterentwicklung ein. Damit sich auch das Seetal nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ positiv entwickeln kann, stellt der Durchgangsbahnhof Luzern ein absolut zentrales Infrastrukturprojekt für die Region dar.» Entsprechend fordert die Idee Seetal die Priorisierung dieses Bauwerks. «Ausserdem ist es wichtig, dass die notwendigen Ausbauten für einen Viertelstundentakt mindestens bis Hochdorf nicht im Anschluss zur Eröffnung des Durchgangsbahnhofs in Angriff genommen werden, sondern dass diese Anpassungen parallel zum Bau des Durchgangsbahnhofs erfolgen».

Unerwünschter Durchgangsverkehr im Seetal

Das Strassennetz, vor allem im oberen Seetal zwischen Eschenbach und Hochdorf, ist mittlerweile nicht nur in den Hauptverkehrszeiten sehr belastet. Umfahrungsprojekte einzelner Gemeinden sind zwar im Gespräch, bis diese realisiert werden können, werden aber noch viele Jahre vergehen. Das Seetal wird immer häufiger durch Ausweichverkehr von den überlasteten Autobahnen im Grossraum Luzern beansprucht. Bei Störungen auf den Autobahnen A2 und A14 weichen zahlreiche Fahrzeuge auf die Kantons- und Gemeindestrassen aus. Insbesondere die Verbindung zwischen Sempach und den Autobahnanschlüssen Gisikon-Root beziehungsweise Cham führt zu unerwünschtem Durchgangsverkehr im Seetal. Die Idee Seetal unterstützt deshalb den geplanten Autobahn-Bypass Luzern ausdrücklich. Eine Entlastung des Nationalstrassennetzes im Grossraum Luzern würde auch die Verkehrssituation im Seetal spürbar verbessern. Entsprechend setzt sich die Organisation für eine rasche Umsetzung dieses wichtigen Strasseninfrastrukturprojekts ein.

Mit der Bundesvorlage «Verkehr '45» würden wichtige Weichen für die Schweizer Verkehrsinfrastruktur der kommenden Jahrzehnte gestellt, schreibt der regionale Entwicklungsträger. «Aus Sicht der Idee Seetal müssen dabei auch die Bedürfnisse der Regionen berücksichtigt werden, die nicht unmittelbar im Zentrum grosser Infrastrukturprojekte liegen, aber wesentlich von deren Realisierung profitieren.» pd

 


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