Der alte Spycher ist nicht mehr
Lange musste Besitzer Markus Willy auf den Moment warten: Der Spycher aus dem 17. Jahrhundert auf seinem Grundstück befand sich in solch desolatem Zustand, dass ein Rückbau als einzige Lösung erschien. Gerne hätte Willy den Spycher umgebaut und als Ferienwohnung benutzt. Weil er sich aber in der Landwirtschaftszone befindet, wurde dazu keine Bewilligung erteilt, sagte er am Dienstag. Bereits einen Tag vorher wurden die Sträucher um das Gebäude herum entfernt. Am Dienstagvormittag entfernten Roland Trottmann vom gleichnamigen Baggerbetrieb und André Keusch die Dachziegel. Diese werden gemäss Roland Trottmann gemahlen und als Dachgranulat auf Flachdächern wiederverwertet. Das Holz liefert Energie in einer Papierfabrik und die Steine der Grundmauern werden zerkleinert und bei der Herstellung von Beton verwendet. Markus Willy möchte Teile der jahrhundertalten Bretter und Balken behalten. Möglicherweise werden sie dereinst zu einem Möbel oder einem Kunstwerk verarbeitet. Glücklich über den Rückbau, der auch Schaulustige anlockte, dürften die Strassenbenutzer sein.
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