Die Region in Bewegung - zum zehnten Mal
Es gibt Anlässe, die gut organisiert sind. Und es gibt Anlässe, die zu einer Region gehören. Der Slow-up Seetal zählt heute dazu. Er ist längst mehr als ein Velotag oder eine autofreie Strecke. Er ist ein Sinnbild dafür geworden, was entsteht, wenn Menschen eine gemeinsame Idee verfolgen und über Jahre mit Begeisterung weiterentwickeln.
Die 10. Austragung ist deshalb ein Meilenstein. Nicht, weil zehn Jahre vergangen wären. Der Slow-up findet bewusst nur alle zwei Jahre statt und musste während der Coronapandemie einmal ausfallen. Hinter diesem Jubiläum stehen deshalb beinahe zwei Jahrzehnte voller Engagement, Überzeugung und freiwilliger Arbeit.
Als aus einer Idee eine
Bewegung wurde
Wer heute am Slow-up teilnimmt, kann sich kaum mehr vorstellen, dass am Anfang viele Fragen offen waren. Würde es gelingen, mehrere Gemeinden entlang der Strecke zusammenzubringen? Könnten Vereine, Sponsoren, Behörden und Hunderte Freiwillige für eine gemeinsame Vision begeistert werden? Würden genügend Besucherinnen und Besucher den Weg ins Seetal finden? Claire Gisler, erste Präsidentin des Organisationskomitees, erinnert sich an die Anfänge: «Als wir den Slow-up Seetal ins Leben riefen, wussten wir nicht, wohin die Reise führen würde. Unser Wunsch war es, Menschen zusammenzubringen und dem Seetal eine Plattform zu geben. Dass daraus eine Erfolgsgeschichte mit zehn Austragungen entstehen würde, war wohl unsere Hoffnung, aber so richtig vorstellen konnten wir es uns damals noch nicht. Es erfüllt mich mit grosser Freude, zu sehen, wie sich der Slow-up entwickelt hat und heute von einer ganzen Region getragen wird.» Genau dieser Gedanke präge den Slow-up bis heute. Von Beginn an ging es um mehr als Sport oder Freizeit.
Es ging darum, einer Region eine gemeinsame Visitenkarte zu geben und zu zeigen, wie viel entstehen kann, wenn Gemeinden, Vereine, Unternehmen und Freiwillige gemeinsam Verantwortung übernehmen, so die Veranstalter.
Ein Gemeinschaftswerk
Was viele am Veranstaltungstag nicht sehen, beginnt lange vorher. Monatelang arbeiten Gemeinden, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Vereine, Sponsoren und das Organisationskomitee an der Vorbereitung. Strassensperrungen werden geplant, Sicherheitskonzepte erstellt, Festwirtschaften organisiert und unzählige Details koordiniert. Vor allem aber investieren Hunderte Freiwillige ihre Zeit. Sie helfen beim Auf- und Abbau, sichern Kreuzungen, organisieren Parkplätze, betreiben Festwirtschaften oder sorgen dafür, dass sich Tausende Gäste willkommen fühlen.
Damian Müller, OK-Präsident, erklärt: «Seit diesem Jahr darf ich das Organisationskomitee präsidieren. Für mich ist das eine grosse Ehre und gleichzeitig eine Verantwortung. Ich übernehme keinen neuen Anlass. Ich darf eine Erfolgsgeschichte weiterführen. Dafür gebührt all jenen grosser Dank, die den Slow-up aufgebaut und über Jahre geprägt haben – allen voran Claire Gisler und ihrem damaligen Organisationskomitee», so der Hitzkircher. «Sie haben den Mut gehabt, Neues zu wagen. Sie haben unzählige Stunden investiert und damit den Grundstein gelegt für das, was der Slow-up heute ist. Unser Auftrag ist es nun, diesen erfolgreichen Weg weiterzugehen. Nicht indem wir alles verändern. Sondern indem wir das bewahren, was den Slow-up besonders macht: seine Offenheit, seine Nähe zu den Menschen, seine regionale Verankerung und seine einzigartige Atmosphäre.» pd
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