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Kanton

Ein Gewinn von 338 Millionen Franken

Der Kanton Luzern hat das Jahr 2025 weitaus besser abgeschlossen als budgetiert. Statt eines Defizits von 31,3 Millionen Franken resultierte ein satter Gewinn von 338,2 Millionen Franken.

"Das Ergebnis ist erfreulich ausgefallen und sehr gut", sagte Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) am Mittwoch vor den Medien. Der Rothenburger kann sich über den achten positiven Abschluss in Folge freuen. "Es ist viel schöner, grüne Balken auf dem Diagramm zu sehen als rote", sagte er. Hauptgrund für den besseren Abschlusses seien höhere Steuereinnahmen.

 

Total nahm der Kanton 2,45 Milliarden Franken aus Steuern und Bundesanteilen ein, rund 256 Millionen Franken mehr als budgetiert. Besonders stark stiegen die Einnahmen bei den natürlichen Personen (+101,6 Millionen Franken) und den Firmen (+85,5 Millionen Franken).

Zusätzlich profitierte Luzern von einer nicht budgetierten Gewinnausschüttung der Nationalbank in der Höhe von 96 Millionen Franken.

 

Mit Nettoinvestitionen von 279,7 Millionen Franken habe der Kanton fast 30 Millionen Franken mehr als 2024 investiert, sagte Wyss. Der Kanton steht auch in den nächsten Jahren vor grossen Bauvorhaben. Dazu gehören etwa der geplante Um- und Neubau der Kantonsschule Reussbühl für 86,5 Millionen Franken sowie ein neues Sicherheitszentrum in Rothenburg für 298 Millionen Franken. Im Hinblick auf diese Bauvorhaben brauche der Kanton gute Abschlüsse, sagte Wyss. Über beide Vorlagen entscheidet das Stimmvolk noch in diesem Jahr.

 

Nettovermögen von über 800 Millionen Franken

Das Nettovermögen des Kantons steigt mit dem Abschluss auf 811,5 Millionen Franken. Noch 2019 hatten den Kanton Nettoschulden von 85,8 Millionen Franken geplagt, erklärte der Finanzdirektor. Dank des guten Abschlusses könne der Kanton seine finanzielle Stabilität weiter ausbauen.

 

Für die Jahre 2026 und 2027 budgetiert der Kanton einen Ertragsüberschuss von 7,6 Millionen beziehungsweise 10 Millionen Franken. Anschliessend rechnet er gemäss Unterlagen zwei Jahre lang mit roten Zahlen: 23,7 Millionen Franken im Jahr 2028 und 67,1 Millionen Franken im Jahr 2029.

 

Wyss will die Bevölkerung und die Wirtschaft am guten Ergebnis teilhaben lassen, wie er den Medienschaffenden erklärte. Bekanntlich hat der Kanton den Steuerfuss per Anfang Jahr von 1,55 auf 1,45 Einheiten gesenkt. Für 2027 ist eine weitere Reduktion um 0,05 Einheiten geplant.

 

"Haushälterischer Umgang"

Trotz tiefschwarzer Zahlen will sich der Finanzdirektor nicht zu euphorisch geben. In den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales sei der Kanton mit zusätzlichen Anforderungen konfrontiert. Umso wichtiger sei ein "haushälterischer Umgang" mit den Finanzen, auch wenn er für diese wiederkehrende Mahnung dann und wann "belächelt" werde, so Wyss.

"Die Unsicherheiten haben in den letzten Jahren laufend zugenommen, etwa durch kriegerische Konflikte", zog Wyss sein finanzpolitisches Fazit. Deren wirtschaftliche Konsequenzen liessen sich heute noch nicht abschätzen. "Wir müssen über die Legislatur hinausdenken und den kommenden Generationen eine stabile Finanzsituation hinterlassen". (sda)


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