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Gesellschaft

Im Zeichen der Trachten

Sursee stand während drei Tagen voll im Zeichen der Trachten. Ein Fest, das für einen Moment den Alltag verblassen liess. Insgesamt waren 50 000 Besucherinnen und Besucher am Fest. Alleine am Umzug haben 2231 Personen teilgenommen.

Der Sonntagmorgen startete mit dem oekumenischen Festgottesdienst in der katholischen Kirche. Die Kirche war beinahe bis auf den letzten Platz besetzt, trotzdem, hätte man eine Stecknadel fallen gehört. Das zeugte davon wie ansprechend und abwechslungsreich der Gottesdienst war.

Mit dem traditionellen Trachtentanz «De Seppel» eröffnete eine erstmals zusammengesetzte Jugendtanzgruppe. Sie stand unter der Leitung von Erika Imgrüthund besteht aus Jugendlichen der Trachtengruppen Gunzwil, Marbach, Ruswil Weggis. Sie und der Kantonale Trachtenchor, unter der Leitung von Zita Lang, schufen sowohl in der Kirche als auch beim nachfolgenden Festakt im Zelt «Trachtenstobe» berührende und unvergessliche Momente.

Mit Grussworten in allen vier Landessprachen hiessen Pfarrerin Andrea Klose und Pfarreiseelsorger Simone Parise die Festgemeinde herzlich willkommen. In ihrer Predigt ging es Beiden um das Motto des Festes «bodeständig – traditionell – lebändig», dabei spannten sie den Bogen zur Rebe, die nur Frucht trägt, wenn sie verwurzelt ist. Tradition sei nicht «es isch e so und fertig!», sondern es gehe darum Werte weiterzugeben. Das habe mit Kommunikation zu tun, dem Bewahren und Weitergeben von Erfahrungen, Werten, Liedern und Musik. Sie wünschten abschliessend allen weiterhin gut verwurzelt zu bleiben. Ein Höhepunkt des festlichen Gottesdienstes war die Segnung und Weihe der 1. Fahne in der 100-jährigen Geschichte der Schweizerischen Trachtenvereinigung. Zu Orgelklängen führte danach die Fahne den Auszug aus der Kirche an.

Auf das gelungene Fest stiessen im Anschluss die vielen Trachtenleute und Gäste beim Apéro an. Zum Festakt füllte sich das 2000er Zelt «Trachtestobe» bis fast auf den letzten Platz. Sämi Studer von Radio SRF Musikwelle moderierte den Festakt und sagte jeweils die Festredner an. Zahlreiche Grussworte sorgten für eine besonders feierliche Atmosphäre. STV-Präsidentin Denise Hintermann freute sich ob der strahlenden Gesichter die sei während des ganzen Festes angetroffen habe. «Menschen unterschiedlicher Sprachen und Trachten sind durch das Fest vereint.» Das zeigte sich in der Stimmung im Städtli. «In einem Chor ist jede Stimme anders, doch gemeinsam entsteht eine Harmonie.» Ja, harmonisch war es nicht nur in den Chören, sondern am ganzen Fest. Ein Grusswort richtete auch Regierungsratspräsidentin Michaela Tschuor an die Festgemeinde: «Dass wir dieses 100jährige Jubiläum heute hier feiern dürfen, erfüllt mich mit besonderem Stolz. Denn der Kanton Luzern mit der Stadt Sursee ist nicht nur Gastgeber dieses Festes. Luzern ist der Gründungskanton dieser Bewegung.»

Ein ganz besonderer Höhepunkt war der Besuch von Bundespräsident Guy Parmelin, Mit seinem Grusswort auf Deutsch, Mundart und Französisch vermochte er auf Anhieb die Festgemeinde zu begeistern. In der Schweiz gebe es 700 verschiedene Trachten, die seien kleine Kunstwerke. «Trachten verbinden, geben Halt und machen Freude». Gegenseitiges Zuhören sei eine Voraussetzung, damit die verschiedenen Stimmen zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen können.

Flugschau kündigt Umzug an

Punkt 13.30 Uhr richteten alle ihren Blick zum Himmel: Eine PC-7 Flugshow! Was für ein eindrückliches Erlebnis. Und dann gings los mit dem Umzug, Nummer eins war die Reitermusik Gunzwil gefolgt vom OK des Schweizerischen Trachtenchorfestes, das vorallem eins wollte: Dem Publikum danken fürs Kommen und Mitmachen. 52 Umzugsnummern begeisterten die Zuschauerinnen und Zuschauer.


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