Luzerner Regierung lehnt Sondersteuer auf Zweitliegenschaften ab
Das geht aus einer am Dienstag publizierten Antwort auf eine Motion im Kantonsrat hervor. Hella Schnider (Mitte) forderte vom Regierungsrat die Einführung einer Sondersteuer auf Zweitwohnungen.
Damit sollen die Steuerausfälle durch die Abschaffung des Eigenmietwerts ausgeglichen und die Mindereinnahmen der Gemeinden vollständig kompensiert werden. Die Steuer, so die Motionärin, soll gleichzeitig mit dem Wegfall des Eigenmietwerts eingeführt werden. Schnider ist auch Gemeindepräsidentin von Flühli, einer Gemeinde mit besonders hohem Zweitwohnungsanteil.
Die Regierung lehnt den Vorstoss ab. Die erwarteten Steuerausfälle seien "marginal". In den fünf am stärksten betroffenen Gemeinden liege der Anteil an den gesamten Steuereinnahmen laut Regierung zwischen 0,3 Prozent in Escholzmatt-Marbach und 4,0 Prozent in Flühli. Der Regierungsrat schreibt, die Steuerausfälle könnten zum grossen Teil über den kantonalen Finanzausgleich aufgefangen werden.
Eine kommunale Sondersteuer könnte zudem den Standort nachteilig beeinflussen, da Investitionen in Zweitliegenschaften eher in Kantonen und Gemeinden ohne solche Steuer getätigt würden. Aufwand und Kosten für die Einführung wären für die Gemeinden hoch, weshalb der Regierungsrat die Sondersteuer als "kein geeignetes Instrument" beurteilt.
Ende September 2025 sagten 65,5 Prozent der Luzerner Stimmberechtigten Ja zur Abschaffung des Eigenmietwerts. In Flühli lag der Ja-Anteil laut regierungsrätlicher Antwort bei 78,8 Prozent. (sda)
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