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Sport

Mit flinken Hunden aufs Podest

Mitte Juli trafen sich rund 1200 Personen aus 35 Ländern in Mannheim zur Weltmeisterschaft in der Hundesportart Agility. Unter ihnen war auch Barbara Feer aus Hämikon, die mit ihren beiden Hunden den Parcours erfolgreich absolvierte.

Es war der weltweit grösste Agility-Wettkampf im Jahre 2026. Auf dem Maimarktgelände in Mannheim fand Mitte Juli ein Anlass der Superlative statt. Rund 1200 Agilitysportler aus 35 Ländern trafen sich zur Weltmeisterschaft im Agility, damit ihre Hunde einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours bewältigen konnten. Dabei fand sowohl ein Anlass für die Jugend (FCI Junior Agility Open), als auch für die Senioren (FCI Senior Agility Open) statt. Die Junioren durften bis 19 Jahre teilnehmen. Die Senioren waren ab 55 Jahren zum Event zugelassen. Für die Schweiz waren 38 Senioren und 30 Junioren am Start. Alle Startenden haben sich im Frühling qualifiziert.

Barbara Feer aus Hämikon durfte mit zwei Hunden starten, dem Papillon-Rüden PanFeng, 5-jährig und der Sheltie-Hündin Tourbillon, 4-jährig. Die drei haben gemeinsam gekämpft und durften am Schluss mit den beiden Teamkolleginnen ganz zuoberst stehen. Nun dürfen sie den Titel Senior Team World Champions Small tragen. Barbara Feer freut sich und sagt: «Agility ist für mich auch nach all den Jahren der attraktivste Sport, den ich mir mit meinen Hunden vorstellen kann.» Insgesamt haben die Schweizer Senioren drei Medaillen mit nach Hause gebracht. Die Junioren haben ebenfalls eine Silbermedaille gewonnen.

Sprünge, Tunnels, Slalom
Agility wurde im Jahr 1978 zum ersten Mal anlässlich der grossen Hundeausstellung «Crufts Dog Show» in London dem Publikum vorgestellt. Der Hund wird vom Hundeführer durch einen Parcours bestehend aus Sprüngen, Tunnels, Slalom und Kontaktzonen geführt. Der Parcours soll vom Hund in möglichst kurzer Zeit ohne Fehler absolviert werden. Ein Parcours an der WM besteht aus 22 Hindernissen. Die Parcourslänge ist circa 220 Meter. Ein schneller Hund braucht auf Naturboden circa 40 bis 45 Sekunden für einen Parcours. Die Grundgeschwindigkeit ist also circa fünf Meter pro Sekunde. Jeder Parcours ist anders gestaltet. Die Hundeführer haben deshalb vor dem Lauf acht Minuten Zeit, die ideale Linie für ihren Hund zu finden, im Fachjargon nennt man dies «briefen».

Agility hat sich in den letzten Jahren zu einem sehr schnellen Sport entwickelt. Die Sprünge sind der Grösse des Hundes angepasst. Weiter gibt es drei Leistungsklassen. Hunde, die an der Senioren-WM teilnehmen, müssen in der höchsten Klasse eingetragen sein. Bevorzugte Rassen sind Border Collies und Shetland Sheepdogs (Sheltie).

Körperlich und mental gefordert
Sowohl Hund wie auch Hundeführerinnen sind körperlich und mental während des ganzen Parcours gefordert. Die kleinste Unkonzentriertheit führt zum Fehler oder sogar zur Disqualifikation. Hund und Hundeführerin müssen topfit sein, wenn sie an einer WM erfolgreich teilnehmen möchten. Acht internationale Richter waren auf den fünf Ringen in Mannheim im Dauereinsatz. Die Parcours waren anspruchsvoll und schnell. Sowohl die Junioren wie auch die Senioren sind im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben gerannt. Die hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 36 Grad haben wohl den einen oder anderen Zwei- und Vierbeiner etwas an die Grenzen gebracht. Trotz der hohen Temperaturen gab es keine hitzebedingten Zwischenfälle. 

Barbara Feer hat vor 30 Jahren die ersten Erfahrungen in diesem Sport gemacht. «Es ist eine wundervolle Beschäftigung für Hund und Mensch. Die korrekte Absolvierung eines Parcours ist nur möglich, wenn das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund stimmt. Das gegenseitige Vertrauen und eine gute Ausbildung sind die Grundlagen dazu», so die Hundesportlerin. (pd)


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