Neues kantonales Sicherheitszentrum in Rothenburg geplant
Einheiten der Luzerner Polizei, die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz, der Veterinärdienst sowie eine Abteilung der Staatsanwaltschaft sollen im neuen Sicherheitszentrum integriert werden. Als Herzstück des neuen Gebäudes beim Bahnhof Rothenburg Station soll die integrierte Leitstelle Luzern, Obwalden und Nidwalden fungieren, welche die zentrale Anlaufstelle bei Notfällen ist. Die Kriminalpolizei bleibt an der Kasimir-Pfyffer-Strasse, damit im Sicherheitszentrum Rothenburg genügend Raumreserven für weitere Entwicklungen erhalten bleiben. Der beim Kantonsrat beantragte Sonderkredit für den Neubau des Sicherheitszentrums Rothenburg beläuft sich auf 276 Millionen Franken. Für die Projektierung hatte der Kantonsrat im März 2023 bereits einen Sonderkredit von 22 Millionen Franken bewilligt.
Durch die Zusammenführung entstehen am Standort Rothenburg umfassende Synergiepotenziale, die weit über eine rein räumliche Konzentration hinausgehen. Alles an einem Ort heisst kurze Wege, schnellere Reaktionsfähigkeit und eine einfachere Kooperation. «Mit dem Sicherheitszentrum Rothenburg profitieren wir auf verschiedenen Ebenen. Mit einer zeitgemässen Infrastruktur optimieren wir die Zusammenarbeit unter den Dienststellen und zugleich wird die Sicherheit für die Luzerner Bevölkerung gestärkt», so Reto Wyss, Finanzdirektor und zuständig für die für den Bau verantwortliche Dienststelle Immobilien. Das Gebäude wird weitaus mehr sein als ein reines Verwaltungsgebäude. Lediglich ein Drittel der Fläche wird für Büros genutzt. Hinzu kommen das Festnahmezentrum und weitere Teile für Spezialnutzungen wie die Schiesstrainingsanlage, eine Werkstatt, das Labor der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz, der Veterinärdienst sowie die Einsatzleitzentrale.
Dringender Handlungsbedarf zur Gewährleistung der Sicherheit
Die heutige Sicherheitsarchitektur ist am Limit. Die Infrastrukturen sind veraltet – etwa bei der Verkehrspolizei in der Sprengi, der Lebensmittelkontrolle oder dem Veterinärdienst. Das Sicherheitszentrum in Rothenburg löst diesen unbestrittenen Handlungsbedarf auf die wirtschaftlich vorteilhafteste Weise und bietet darüber hinaus strategische Mehrwerte, die im dezentralen Bestand nicht realisierbar sind. Kurz: Das Sicherheitszentrum bringt unter einem Dach zusammen, was zusammengehört.
«Wer Sicherheit in Zukunft garantieren will – sei es im privaten oder im öffentlichen Raum – muss heute die Strukturen dafür schaffen. Und genau dies tun wir mit dem Sicherheitszentrum in Rothenburg», so Sicherheitsdirektorin Ylfete Fanaj.
Modernes Labor stärkt den Schutz der Bevölkerung
«Ein modernes Labor hilft auch, den Schutz der Bevölkerung zu stärken – sei es beispielsweise bei Lebensmitteln oder bei Tierseuchen», so Gesundheits- und Sozialdirektorin Michaela Tschuor. Zudem ist das Gebäude mit seiner zentralen Lage im Kanton Luzern bestens erreichbar mit dem öffentlichen Verkehr und liegt ebenso direkt an der Autobahn.
Als nächstes entscheidet der Kantonsrat voraussichtlich in der Juni-Session über den Sonderkredit von 276 Millionen Franken. Die Volksabstimmung ist auf Ende November geplant. Die Inbetriebnahme des Sicherheitszentrums Rothenburg wird im Herbst 2032 angestrebt. (sk)
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Weitere Informationen zum Sicherheitszentrum Rothenburg finden sich unter sicherheitszentrum.lu.ch.
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