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Einmaliges Volkfest im Dorf

Heute Abend ist es endlich soweit – in Römerswil findet die SRF-Liveshow «Donnschtig-Jass» statt. Letzten Freitag bereits fuhr Moderator Rainer Maria Salzgeber mit dem Velo an den Austragungsort im Seetal, dort wurde er herzlich empfangen.

Jonas Baud

In Römerswil herrscht heute Abend Ausnahmezustand, denn im Dorfzentrum wird die Live-Show «Donnschtig-Jass» ausgetragen. Dies darum, weil sich die Jasser von Römerswil am Donnerstag vor einer Woche bei der Sendung in Davos gegen ihre Konkurrenten aus Hohenrain durchgesetzt haben. Voraussichtlich rund eine halbe Million Zuschauer werden den Anlass am TV verfolgen, vor Ort im Dorfzentrum von Römerswil werden rund 4000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Es steigt also ein richtiges Volksfest mit Musik und Unterhaltung. Bereits um 11 Uhr wird das Festgelände auf dem Dorfplatz vor der Kirche geöffnet, wo man sich verpflegen kann, und ab 16 Uhr kann man die Generalprobe mitverfolgen. Die Show beginnt dann um 20.05 Uhr und dauert bis circa 21.45 Uhr, danach sorgt ein DJ für Stimmung.

Die Showacts sind die Band Hecht und der Sänger Remo Forrer, prominenter Gast der Sendung ist der in Hitzkirch aufgewachsene SRF-Meteorologe Thomas Bucheli. Aufgrund beschränkter Parkplätze vor Ort wird vom Veranstalter gewünscht, dass für die Anfahrt Bus oder Velo genutzt werden. Ab Hochdorf Bahnhof verkehrt ab 14 Uhr halbstündlich ein Shuttlebus. 
 

Traditionelle Velotour

Es ist bereits zur Tradition geworden, dass der Moderator der Sendung, Rainer Maria Salzgeber, mit dem Velo vom einen Austragungsort des «Donnschtig-Jass» zum anderen fährt. So auch diesmal. Am Tag nach der Live-Show in Davos, also vergangenen Freitag, fuhr er zusammen mit seinen Begleitern vom Bündnerland ins Luzerner Seetal und wurde gegen 17 Uhr von zahlreichen Schaulustigen und begeisterten Schulkindern frenetisch in Empfang genommen. Die Burgschränzer Hohenrain, die Chlausgruppe Römerswil und die Trychler Herlisberg sorgten lautstark für Stimmung, auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt mit einem Apéro, Bratwürsten und Getränken.

Der «Salzi-Empfang» lieferte einen kleinen Vorgeschmack auf den eigentlichen Anlass von heute Abend, es war zu spüren, wie gross die Vorfreude der Bevölkerung von Römerswil bereits ist.

186 Kilometer unterwegs

Der Moderator zeigte sich sehr erfreut über die warmherzige Begrüssung. «Ein solcher Empfang ist der beste Lohn für die Strapazen von einer solch langen Velotour», sagte Rainer Maria Salzgeber (56). Bereits um 8.15 Uhr morgens war er mit seiner Crew in Davos losgefahren auf seinem Rennvelo, als er schliesslich in Römerswil ankam, hatte er 186 Kilometer in den Beinen. «Das war für mich körperlich schon happig. Von der Distanz her ist das fast eine Tour-de-Suisse-Leistung, aber nicht vom Tempo her», sagte der Walliser schmunzelnd. «Ich liebe ja das Velofahren, aber wenn du dich einen Berg hochquälst, frage ich mich dann manchmal schon, warum mache ich das denn?» Besonders der letzte Anstieg nach Römerswil sei «giftig» gewesen, so Salzgeber. «Besonders wenn man bereits 180 Kilometer unterwegs war und dann noch dort hinauffahren muss.»

Von Davos aus ging es via Prättigau nach Landquart, dann zum Walensee, und anschliessend zum Zürichsee nach Pfäffikon SZ, von dort ging es über den Hirzelpass nach Cham ZG, bevor Salzgeber dann den Kanton Luzern und sein Ziel erreichte. Ganz ohne Rast ging es natürlich nicht. «Es gab zwei Pausen bei Velohändlern, wo wir uns verpflegen konnten.»

«Typisch schweizerisch»

Seit Rainer Maria Salzgeber die Sendung als Moderator im Jahr 2019 übernommen hat, macht er jeweils diese Velofahrt von Ort zu Ort. «Meine Frau hatte damals die Idee dazu, und ich hatte damals gerade ein Rennvelo gekauft. Also setzte ich dies in die Tat um. Der Grundgedanke war auch, die austragenden Ortschaften mit etwas zu verbinden, was typisch schweizerisch ist. Und Velofahren gehört wie auch das Jassen zu unserem Land. Und die Tour ist nun ein festes Element der Sendung geworden», erzählt er. Auch in Zukunft will Salzgeber dies voraussichtlich fortsetzen. «Im Moment passt es noch, die Leute haben Freude daran. Doch wir entscheiden von Jahr zu Jahr, ob wir das weiterhin tun werden.»

Salzgeber hat auch sonst einiges erlebt, so ist er schon aufs Matterhorn geklettert oder hat die Ski-Bergtour «Patrouille des Glaciers» absolviert. Zudem fuhr er mit dem Velo von Zürich nach Zermatt. Besonders das Velofahren sei zum Hobby geworden. «Das macht mir Spass und das hält mich fit.»


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