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Seetal

GLP fordert Investition in Bahn, Bus und Velo

Die Verkehrsinfrastruktur im Luzerner Seetal hat mit der Entwicklung der Region nicht Schritt gehalten, halten die Grünliberalen fest. Die GLP Wahlkreis Hochdorf fordert den Kanton Luzern auf, die fachlich bestbewerteten Lösungen umzusetzen und ein verbindliches Investitionsprogramm für Bahn, Bus sowie den Fuss- und Veloverkehr vorzulegen.

Die Verkehrsprobleme im Luzerner Seetal seien real, schreibt Marco Buholzer, Präsident GLP Wahlkreis Hochdorf. Der Handlungsdruck auf den Ortsdurchfahrten und an wichtigen Knoten sei hoch. Ebenso offensichtlich sei jedoch, dass die Infrastruktur für klimafreundliche und flächeneffiziente Mobilität über Jahre vernachlässigt worden sei. «Viele Bahnhöfe sind noch weit von attraktiven und gut verknüpften Mobilitätsdrehscheiben entfernt. Bushaltestellen weisen vielfach unzureichende Zugänge und eine geringe Aufenthaltsqualität auf. Beim Velonetz fehlen weiterhin sichere und durchgängige Verbindungen – beispielsweise zwischen Hochdorf und Hitzkirch.

«Zu lange vertröstet»

«Das Seetal wurde bei der Verkehrsinfrastruktur zu lange auf später vertröstet. Wer heute unterwegs ist, erlebt wenig attraktive Bahnhöfe, verbesserungsbedürftige Bushaltestellen und Lücken im Velonetz. Gleichzeitig werden neue Strassenprojekte für mehr als eine halbe Milliarde Franken diskutiert. Diese Prioritätensetzung müssen wir korrigieren», so Marco Buholzer, Präsident der GLP Wahlkreis Hochdorf.

Die mittlerweile abgelaufene Fahrplanvernehmlassung bestätigt die unbefriedigende Situation, heisst es von der GLP weiter. «Abgesehen von einem zusätzlichen frühen Kurs von Hochdorf nach Rotkreuz bringt der Fahrplan 2027 dem Seetal keine strukturelle Verbesserung. Stattdessen sollen sogar einzelne S99-Zusatzzüge während der Ferien entfallen. Weiterhin fehlen frühere Verbindungen am Morgen, spätere Verbindungen ab Luzern sowie eine schnelle und konsequent auf Hochdorf ausgerichtete S99. Auch konkrete Zwischenschritte hin zu einem Viertelstundentakt der Seetalbahn sind im kommenden Fahrplan nicht erkennbar». Es sei unverständlich, dass das Seetal bei einem weiteren Fahrplanwechsel praktisch leer ausgehe. «Der Durchgangsbahnhof Luzern ist für den langfristigen Ausbau zentral. Er darf aber nicht zur Begründung dafür werden, bis dahin auf Verbesserungen zu verzichten», so Buholzer.

Für die GLP hat zudem die Velovorzugsroute Emmenbrücke–Hochdorf hohe Priorität. Der Kanton solle die konkrete Linienführung rasch festlegen und verbindliche Umsetzungsschritte definieren. Die GLP lehne gezielte Verbesserungen am Strassennetz nicht grundsätzlich ab. Entscheidend sei jedoch Wirksamkeit, Kosten und Auswirkungen auf Siedlung, Kulturland und Umwelt. 

«Die Frage lautet nicht, ob der Kanton im Seetal investieren soll, sondern wie er mit den verfügbaren Mitteln den grössten Nutzen erzielt. Mit rund einem Drittel der Kosten des Umfahrungsszenarios können wir die fachlich besser bewertete Lösung vorantreiben und gleichzeitig Bahn und Bus substanziell stärken. Das ist wirksamer, schneller umsetzbar und finanzpolitisch verantwortungsvoller», erklärt 
Buholzer.

GLP fordert Investitionsprogramm «Mobilität Seetal 2035»

Die GLP Wahlkreis Hochdorf fordert den Kanton auf, gemeinsam mit den Gemeinden und dem regionalen Entwicklungsträger ein verbindliches Investitionsprogramm bis 2035 vorzulegen. Dieses soll insbesondere folgende Schritte enthalten: erste Doppelspurabschnitte und weitere Voraussetzungen für den schrittweisen Ausbau der S9; Stärkung der S99 sowie frühere, spätere und schnellere Bahnverbindungen; Ausbau der Busangebote mit verlässlichen Anschlüssen und konsequenter Bevorzugung an belasteten Knoten; Aufwertung der Bahnhöfe und Bushaltestellen mit behindertengesetzkonformen Zugängen, Witterungsschutz, zeitgemässer Fahrgastinformation und guten Veloabstellanlagen; verbindliche Linienführung und Realisierungsetappen für die Velovorzugsroute Emmenbrücke–Hochdorf sowie die Schliessung der Netzlücken im Seetal; Umsetzung der kurzfristig wirksamen Verkehrsmanagement- und Sicherheitsmassnahmen auf dem bestehenden Strassennetz.

«Wer die Ortszentren spürbar entlasten will, müsse echte Wahlmöglichkeiten schaffen, heisst es in der Medienmitteilung der GLP. pd/SB

 


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