Kein Tour-Stopp im nächsten Jahr
Die Veranstaltung hätte im Rahmen des neuen Tour-de-Suisse-Settings stattgefunden, das insgesamt fünf Renntage vorsieht. Die Idee wäre eine mehrfach zu befahrende Rundstrecke im Seetal gewesen, auf der am Vormittag das Frauenrennen und am Nachmittag das Herrenrennen stattgefunden hätte. Begleitet werden sollte der Renntag von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Für die Region Seetal hätte dieser nationale und internationale Grossanlass eine bedeutende Plattform dargestellt und als ganztägiger Festanlass zur regionalen Wertschöpfung und Sichtbarkeit beigetragen.
Das regionale Organisationskomitee hatte während rund sechs Monaten Vorbereitungsarbeiten geleistet, Gespräche geführt, verschiedene Partner und Sponsoren gewonnen und dabei in der Bevölkerung breite Unterstützung erfahren. Positive Signale kamen zudem vom regionalen Entwicklungsträger Idee Seetal. Auch seitens des Kantons wurde ein Beitrag aus dem Swisslos- beziehungsweise Sportfonds in Aussicht gestellt. Besonders passend wäre der Anlass im Jahr 2027 auch deshalb gewesen, weil sowohl die Tour-de-Suisse-Organisation als auch der RMV Hochdorf ihr 90-Jahr-Jubiläum feiern.
Absage für 2027 – Option für 2029/30
Trotz fortgeschrittener Planung konnten bis Ende Februar jedoch nicht alle offenen Punkte sowie die Finanzierung abschliessend geklärt werden. Das Organisationskomitee hat sich deshalb entschieden, die Reservation für den 18. Juni 2027 nicht zu bestätigen und das Projekt «Tour de Suisse Seetal 2027» zu beenden.
Eine Durchführung zu einem späteren Zeitpunkt, insbesondere im Jahr 2029 oder 2030, bleibt jedoch eine Option und wird zu gegebener Zeit erneut geprüft. «Das Organisationskomitee bedankt sich bei allen Partnerinnen und Partnern sowie bei den Sponsorinnen und Sponsoren für die konstruktiven Gespräche, das entgegengebrachte Vertrauen und die bereits erfolgten Zusagen», heisst es in der Medienmitteilung.
«Breite Unterstützung»
Daniel Rüttimann, der in Hochdorf wohnhafte Kantonsrat mit «sportlichem Hintergrund» war OK-Präsident des Projektes. Er erklärt: «Es ist zumindest zu wünschen, dass trotzdem nun die Basis für eine Durchführung in den kommenden Jahren gelegt werden konnte. Gefreut hat mich die breite Unterstützung und das spürbare Feuer der bereits involvierten Partner/Personen.» Thomas Villiger, Präsident RMV Hochdorf lässt sich wie folgt zitieren: «Es wäre eine super Sache für den Sport und die Region gewesen. Und für den RMV Hochdorf natürlich ein tolles Geburtstagsfest, das wir mit mehreren zehntausend Gästen gerne gemeinsam gefeiert hätten.»
Ebenfalls dem OK gehörte Damian Müller an, der Ständerat aus Hitzkirch. «Wir wollten Qualität vor Tempo stellen. Ein nationaler Grossanlass wie die Tour de Suisse braucht volle regionale Rückendeckung und eine solide finanzielle Basis. Diese Voraussetzungen waren für 2027 noch nicht ausreichend gegeben. Das Potenzial des Seetals ist jedoch unbestritten – wenn Region, Wirtschaft und Gemeinden gemeinsam an einem Strick ziehen, ist eine Durchführung zu einem späteren Zeitpunkt realistisch.»
Dem regionalen OK Tour de Suisse Hochdorf/Seetal 2027 gehörten Daniel Rüttimann (Präsident), Damian Müller (Vizepräsident,), Jonas Leib (technischer Direktor Tour de Suisse), Thomas Villiger und Philip Gassner (RMV Hochdorf), René Sidler (Gwärb Hochdorf) und Thomas Kathriner (Polizei/Sicherheit) an. pd/SB
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