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Seetal | Urswil

Schweizer Holz bringt Auszeichnung

Das Mehrfamilienhaus von Ivan Tschopp und Sandra Fankhauser in Urswil wurde mit dem Label Schweizer Holz ausgezeichnet. Es ist das erste Wohnhaus im Seetal, das diese Auszeichnung erhält. Obwohl Ivan Tschopp seit Jahren Häuser für Kundinnen und Kunden baut, war der Bau des eigenen Zuhauses für ihn eine ganz besondere emotionale Erfahrung.

Das Mehrfamilienhaus von Ivan Tschopp und seiner Partnerin Sandra Fankhauser in Urswil trägt neu das Label Schweizer Holz. Die Auszeichnung wurde am Mittwoch, 26. August, von Lignum Zentralschweiz überreicht. Das Label zeichnet Gebäude aus, die aus Schweizer Holz gebaut wurden. Gleichzeitig macht es sichtbar, dass mit dem Bau die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft gestärkt, regionale Wertschöpfung gefördert und Transportwege kurzgehalten worden sind. Überreicht wurde die Auszeichnung von Lignum-Geschäftsführer Alex Bennet. 

Dass Schweizer Holz zum Einsatz kommt, war für Ivan Tschopp, Inhaber und Geschäftsführer der Tschopp Holzbau AG in Hochdorf, von Anfang an klar. Als Präsident der Sektion Luzern-Land von Holzbau Schweiz und engagiertes Mitglied von Lignum Zentralschweiz setzt er sich seit Jahren für die Förderung des einheimischen Rohstoffs und der gesamten Wertschöpfungskette ein. Das Label am Gebäude macht dieses Bekenntnis nun auch nach aussen sichtbar. Insgesamt wurden knapp 200 Kubikmeter Schweizer Holz verbaut. In den Schweizer Wäldern dauert es lediglich 9,6 Minuten, bis diese Menge Holz nachgewachsen ist.

«Ein Einfamilienhaus wäre für uns nicht zeitgemäss»

Der Entscheid für ein eigenes Zuhause entstand aus mehreren Überlegungen. Nach 16 Jahren auf dem Firmengelände war klar, dass die Firma künftig mehr Platz benötigt und das Wohnhaus langfristig im Weg stehen würde. Gleichzeitig suchten Ivan Tschopp und Sandra Fankhauser nach einem Ort, an dem sie ihren nächsten Lebensabschnitt verbringen wollen. Mit dem Grundstück in Urswil fanden sie eine ruhige Lage mit schöner Aussicht.

Anstelle eines Einfamilienhauses entschieden sie sich bewusst für ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen. «Ein Einfamilienhaus für zwei Personen wäre für uns nicht zeitgemäss gewesen. Wir wollten zusätzlichen attraktiven Wohnraum schaffen», so Ivan Tschopp. Entstanden sind vier Mietwohnungen sowie die eigene Attikawohnung.

Neben dem konsequenten Einsatz von Schweizer Holz spielte auch die Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Das Gebäude verfügt über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach kombiniert mit einer grossen Speicherbatterie im Keller. Das System E3DC ist notstromfähig, zusammen mit der Erdsondenheizung ist das Haus nahezu energieautark. Für die Bewässerung der Aussenbereiche und der Terrassen stehen separate Wasserhähne mit Regenwasser zur Verfügung, gespiesen aus dem unterirdischen Tank mit dem gesammelten Regenwasser des Daches. 

Er packte auf der Baustelle selbst mit an

Obwohl Ivan Tschopp seit vielen Jahren Häuser für Kundinnen und Kunden baut, war das eigene Bauprojekt eine besondere Erfahrung. Als Holzbauer sei man nur einen Teil der Bauzeit vor Ort. Als Bauherr begleitete er den gesamten Prozess – von der Grundstückssuche über die Planung bis zum Einzug der letzten Mieter: «Ein Haus für sich selbst zu bauen, ist emotional etwas ganz anderes.»

Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer investierte er viel Zeit in das Projekt und packte auf der Baustelle auch persönlich mit an: «Selbst wieder Arbeiten als Zimmermann durchzuführen, hat mir Freude bereitet.»

Heute sind sämtliche Wohnungen vermietet und Ivan Tschopp und Sandra Fankhauser fühlen sich in Urswil angekommen. Besonders schätzt Tschopp den kurzen Arbeitsweg mit dem Velo. «Die fünf Minuten bis zur Firma helfen mir, abzuschalten. Ich nehme die Umgebung bewusst wahr und komme mit einem freien Kopf nach Hause.» pd
 


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