Häufung von Magendarmerkrankungen: Kanton sucht Ursache

Im Kanton Luzern sind innert kurzer Zeit unüblich viele Magendarmerkrankungen aufgetreten. Um weitere Fälle zu verhindern, sucht der Kanton nun mögliche Ursachen. Befunde liegen derzeit noch keine vor.

Das Trinkwasser muss momentan unter anderem in Sulz und Reussboden (Inwil) abgekocht werden. Symbolbild: Keystone/Christian Beutler

Zur Häufung der Magendarmerkrankungen kam es vor allem im Raum Pfaffnau und Sempachersee. Diverse Betroffene hätten die Ärztin oder den Arzt aufgesucht, welche die Fälle schliesslich dem Kanton meldeten, teilte die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz am Donnerstag mit. Diese klärt die Fälle nun ab. Auch, um weitere Fälle zu verhindern.

Als Auslöser kämen beispielsweise verunreinigtes Trinkwasser oder der Kontakt mit kontaminiertem Wasser in Frage, heisst es weiter. Gegenwärtig muss das Wasser in Pfaffnau, Sulz bei Hitzkrich und in Reussboden bei Inwil vor der Verwendung abgekocht werden, weil es bakteriologisch verunreinigt ist.

Möglich sei aber auch, dass die Personen in Kontakt kamen mit Wasser, das mit Fäkalien kontaminiert war. Beispielweise beim Reinigen von vollgelaufenen Kellern.

Derartige Magendarmbeschwerden seien in der Regel selbstlimitierend, heisst es weiter. Nur in seltenen Fällen, beispielsweise bei langanhaltenden oder sehr starken Symptomen, müsse ein Arzt aufgesucht werden. sda

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