Kanton Luzern ortet Handlungsbedarf bei Luftqualität an Schulen

Der Kanton Luzern hat in einem Pilotprojekt seit Beginn des Schuljahres die Luftqualität in insgesamt 216 Klassenzimmern untersucht. In der kalten Jahreszeit hat sich die Situation verschlechtert, die Regierung startet nun eine Info- und Sensibilisierungskampagne.

Für reine Luft sorgen sollen an Luzerner Schulen Aufkleber, die ans Lüften erinnern. Foto: Bildungsdepartement Luzern

An 18 Luzerner Schulen werden während eines Jahres mit speziellen Messgeräten Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2 sowie volatile organische Komponenten gemessen. Beim Messstart im August waren rund 57 Prozent der Räume gut durchlüftet, 29 Prozent wiesen eine erhöhte CO2-Konzentration auf, weitere 14 Prozent zeigten kritische Werte, wie die Luzerner Bildungsdirektion am Donnerstag mitteilte.

In der kälteren Jahreszeit, in der weniger gelüftet wird, war die Luft nur noch in 42 Prozent der Schulzimmer gut, in jedem dritten Raum war der CO2-Gehalt kritisch hoch.

Um dem entgegenzuwirken, startet der Kanton eine Kampagne. Diese beinhaltet zum einen Kleber, die in den Räumen angebracht werden können und ein Bildschirmschoner mit Reminder fürs Lüften. Zum anderen gibt es Broschüren für das richtige Lüften, vorgesehen ist auch eine Lerneinheit zur Luftqualität. Mehr Messgeräte werden dagegen nicht angeschafft. sda

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