Regierung will alternativen Spital-Standort in Sursee prüfen

Die Luzerner Regierung will den vom Surseer Stadtrat vorgeschlagenen alternativen Standort für den geplanten Neubau des Luzerner Kantonsspitals Sursee prüfen. So sollen in den kommenden Monaten alle drei möglichen Standorte in der Region Sursee auf den gleichen Bearbeitungsstand gebracht werden.

ANHANG: Die Luzerner Regierung nimmt eine erneute Evaluation des Spitalstandorts Sursee vor. Foto: KEYSTONE/URS FLUEELER
Andre Widmer

Welche Auswirkung die erneute Prüfung auf den Zeitplan hat, ist noch unklar. Der Regierungsrat geht davon aus, dass die Resultate der Evaluation 2023 vorliegen werden, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte.

Der Stadtrat von Sursee hatte im vergangenen September einen neuen möglichen Standort für den geplanten Neubau des Luzerner Kantonsspitals Sursee ins Spiel gebracht. Er schlug der Luzerner Kantonsregierung vor, das Gebiet Münchrüti für eine künftige Spitalnutzung zu prüfen.

Die Grundeigentümerin dieses Areals zieht für den geplanten Neubau ihres Firmensitzes ein anderes Gelände in Betracht. Die dadurch frei werdende Parzelle in der Münchrüti würde sich aus Sicht des Surseer Stadtrats optimal als alternativen Standort für das neue Kantonsspital eignen.

Regierung wollte Neubau am aktuellen Standort

Anfänglich hatte das Luzerner Kantonsspital 23 Varianten für einen Spitalneubau geprüft. Am Ende blieben der bisherige Standort an der Spitalstrasse in Sursee und der Standort Schwyzermatt in Schenkon übrig. Die Luzerner Regierung sprach sich für einen Spitalneubau am bestehenden Standort aus. Der Spitalrat hätte aus betrieblichen Überlegungen den Standort in Schenkon vorgezogen.

Nun aber ist der Regierungsrat bereit, erneut über die Bücher zu gehen und den Standort "aufgrund der veränderten Ausgangslage" erneut zu prüfen, wie es heisst. Im Gebiet Münchrüti stehe nun ein Areal zur Verfügung, welches bei der Erstevaluation noch nicht frei war.

Geklärt werden müssen unter anderem raum- und zonenplanerische Fragen. Klar aber sei jetzt schon, so hält die Regierung fest: Auf dem Aral könnte neben dem Spital auch das Haus Pflege und Betreuung "Seeblick" realisiert werden, welches sich aktuell auf dem Spitalareal befindet. (SDA)

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