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Ein bitterer Ausfall

Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring endet für den Aescher Fabio Scherer, bevor sein Einsatz überhaupt beginnt. Nach einem starken Qualifying, einer überzeugenden Teamleistung und einer vielversprechenden Position im Spitzenfeld zwingt ein Unfall den Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing am frühen Samstagabend zur Aufgabe.

Für den Schweizer ist es ein bitteres Ende eines Wochenendes, das als persönliches Saisonhighlight geplant war.

Die Voraussetzungen für Scherers Debüt beim legendären Eifel-Klassiker stimmen. Nach intensiver Vorbereitung auf der Nordschleife präsentiert sich HRT Ford Racing in starker Form. Bereits im dreiteiligen Qualifying setzt das Fahrerquartett ein klares Zeichen: Scherer legt im ersten Abschnitt mit Rang zwei vor, Arjun Maini bestätigt die Pace mit Platz vier im zweiten Qualifying, bevor Nordschleifen-Spezialist Frank Stippler im finalen Shootout den siebten Startplatz sichert. «Wir haben früh gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Das Auto war schnell, das Team hervorragend vorbereitet und wir hatten ein starkes Fahrer-Line-up. Genau so willst du in ein solches Rennen starten», erklärt Scherer.

Starker Rennauftakt 

Mit hunderttausenden Fans entlang der Strecke und einer Atmosphäre, die einmal mehr Festivalcharakter trägt, startete das Rennen am Samstagnachmittag in seine 24-stündige Herausforderung. Stippler verteidigte die Position beim Start souverän. Nach einem frühen Zwischenfall mit einem Fahrzeug aus einer tieferen Klasse verlior das Team zunächst etwas Boden, arbeitete sich mit starker Pace und kluger Strategie jedoch wieder nach vorne. Zwischenzeitlich lag der Mustang mit der Startnummer 64 auf Rang drei. «Die Stimmung war unglaublich. Diese Kulisse, die Fans, diese Energie – genau dafür liebt man Motorsport Umso schöner war es zu sehen, dass wir sportlich genau dort mitmischen, wo wir uns gesehen haben», so Scherer.

Arjun Maini auf der Ölspur

Gegen 19 Uhr stand Scherer in der Box bereit für seinen ersten Einsatz, als das Rennen abrupt endete. Auf seiner letzten Runde vor dem Fahrerwechsel verlor Maini im einsetzenden Nieselregen auf einer Ölspur die Kontrolle über das Fahrzeug und «crashte» hart in der Leitplanke. Nur Sekunden zuvor war an derselben Stelle bereits ein weiterer Topfavorit verunfallt.

Die Enttäuschung beim Schweizer ist entsprechend gross. «Mir fehlen die Worte. Ich habe mich enorm auf dieses Rennen vorbereitet und wollte hier zeigen, was ich kann. Dass ich am Ende keine einzige Runde fahren durfte, tut wirklich weh. Aber ich bin froh, dass es Arjun gut geht. Er ist ein unglaublich starker Fahrer – so etwas kann auf der Nordschleife einfach passieren.» Scherer ordnet das Geschehen nüchtern ein: «Dieses Rennen ist brutal. Hier reicht es nicht, schnell zu sein. Es braucht ein perfektes Zusammenspiel aus Speed, Strategie, Zuverlässigkeit und schlicht Rennglück.»

Monza als Nächstes

Lange bleibt keine Zeit für Enttäuschung. Bereits als Nächstes steht für Scherer das Rennen der GT World Challenge Europe in Monza an. Trotz des bitteren Ausfalls nimmt der Schweizer positive Erkenntnisse mit. «Wir haben dieses Wochenende gezeigt, dass unser Paket stimmt. Genau diesen Schwung

wollen wir direkt nach Monza mitnehmen.» pd


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