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Fabio Scherer fährt 16 Überholmanöver

Beim Saisonfinale des GT World Challenge Europe Endurance Cups in Portimão liefert der Aescher Fabio Scherer in der letzten Rennstunde eine der stärksten Einzelleistungen der Saison: Trotz zwei Strafen, die den Mustang mit der Startnummer 64 auf Rang 33 zurückwerfen, kämpft Scherer sich schliesslich auf Rang 16.

Der Autódromo Internacional do Algarve – bekannt für seine anspruchsvollen Höhenwechsel und Kurvenfolgen – ist Schauplatz des letzten Laufs in einem intensiven Rennjahr. Fabio Scherer, Arjun Maini und Thomas Drouet sicherten dem Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing den vierten Startplatz in einem Feld von über 60 Fahrzeugen – darunter auch Max Verstappen auf Startplatz 15 – und damit eine starke Ausgangsposition für das Finale. «Ich habe mich sehr auf das Saisonfinale gefreut – die Strecke ist anspruchsvoll und abwechslungsreich, das gefällt mir. Über 60 Starter machen das Rennen zusätzlich attraktiv, wobei es gerade in der Startphase schon mal hektisch werden kann», so Scherer. Arjun Maini fuhr den Start unversehrt und hielt sich dicht an der Spitzengruppe. Er übergab auf Position vier an Drouet. Der Fahrerwechsel kostete zwar einige Positionen, aber Drouet hielt den Mustang in den Top Ten, bevor Scherer für die letzte Stunde übernahm. Unmittelbar nachdem Scherer die Box verliess, folgte die Hiobsbotschaft: Das Team erhieltt eine Drive-Through-Strafe für einen Zwischenfall früher im Rennen, die Scherer absitzen musste. «So einen Funkspruch will man natürlich nicht hören, und erst recht nicht, wenn man gut im Rennen ist. Das ist extrem ärgerlich, aber es gelten für alle die gleichen Regeln», erklärt Scherer. Durch die Durchfahrtsstrafe fiel der Mustang auf Rang 33 zurück, aber Scherer macht seinen Job souverän: Mit konstanten, schnellen Runden – phasenweise auf dem Niveau der Spitzenfahrzeuge – überholte er innerhalb der nächsten vierzig Minuten systematisch 16 Fahrzeuge und kämpfte sich bis auf Rang 16 vor, bevor die Zielflagge das Rennen abwinkte. «Mein Stint hat mir Freude gemacht und ich bin stolz, dass ich mich so weit vorkämpfen konnte. Aber im Nachhinein war es natürlich schon sehr bitter, denn mein Stint hat uns bewiesen, dass ein Podium in absoluter Griffweite gelegen wäre», so Scherer.

Dankbarkeit und Stolz nach einer intensiven Saison

Mit Rang 16 endete die gemeinsame Saison in der GTWC für Scherer, Maini und Drouet. Ein Jahr, in dem das Trio sich gut eingespielt hat und das Team enorme Fortschritte mit dem Ford Mustang GT3 erarbeitet hat. «Ich bin riesig dankbar für den stetigen Einsatz des Teams und wahnsinnig stolz darauf, wie weit wir uns in dieser Saison entwickelt haben. Einen Podiumserfolg hätte ich uns in der letzten Runde wirklich sehr gegönnt», sagt Scherer – und ist überzeugt, dass dies nur noch eine Frage der Zeit ist. pd


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