Skip to main content Skip to page footer

Poleposition und dann ein frühes Aus

Das GT World Challenge Europe Rennwochenende in Monza hielt für Fabio Scherer und HRT Ford Racing Licht und Schatten bereit. Nach einer beeindruckenden Poleposition im Qualifying endete das dreistündige Rennen bereits in der ersten Kurve. Eine Massenkollision unmittelbar nach dem Start riss den Ford Mustang GT3 mit der Startnummer 64 aus dem Rennen und zerstörte die Hoffnungen auf ein Spitzenresultat.

Die traditionsreiche Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza kommt dem Ford Mustang GT3 mit ihren langen Geraden und wenigen langsamen Kurven entgegen. Entsprechend optimistisch reiste das Fahrertrio Fabio Scherer, Arjun Maini und Thomas Drouet nach Norditalien. 

Erschwert wurden die Bedingungen allerdings durch die hochsommerlichen Temperaturen, die Fahrer, Reifen und Technik gleichermassen fordern. „Das letzte Mal war ich wohl mit der WEC in Monza unterwegs, damals mit einem Podium. Die Strecke gefällt mir sehr gut, sie ist schnell und liegt mir und dem Mustang. Entsprechend habe ich mich sehr auf das Wochenende gefreut“, sagt Scherer. 

Im GT World Challenge Europe Endurance Cup wird das Qualifying auf alle drei Fahrer aufgeteilt. Aus den jeweiligen Bestzeiten ergibt sich das Startresultat. HRT Ford Racing gelang dabei eine nahezu perfekte Vorstellung. Arjun Maini legte mit der Bestzeit vor und brachte den Mustang zunächst an die Spitze des Feldes. Scherer bestätigte die Leistung im zweiten Abschnitt und verteidigte Rang eins, bevor Thomas Drouet die starke Teamleistung komplettierte. Gegen 57 Konkurrenten sicherten sich die drei Fahrer die Poleposition. „Das Qualifying lief fantastisch und hat grossen Spass gemacht. Eine Poleposition in einem Feld dieser Qualität herauszufahren, ist wirklich beeindruckend. Ich bin stolz darauf, wie sich unsere drei Runden perfekt ergänzt haben“, erklärt Scherer. 

Die Freude über die Poleposition hielt jedoch nicht lange an. Noch bevor sich das Feld sortierten konnte, kam es hinter den Spitzenfahrzeugen zu einer folgenschweren Kettenreaktion. In der ersten Kurve wurden mehrere Fahrzeuge in eine Massenkollision verwickelt. Insgesamt schieden acht der Top-Ten-Fahrzeuge unmittelbar aus – darunter auch der Ford Mustang von Scherer, Maini und Drouet. 

Für das Team ist es nach dem unglücklichen Aus beim 24-Stunden-Rennen Nürburgring der nächste herbe Rückschlag. „Nach unserem bitteren Aus an der Nordschleife hätte ich dieses Resultat dem Team unglaublich gegönnt. Nach dem Qualifying sah alles sehr vielversprechend aus. Es tut mir weh für die Mannschaft, die so viel Einsatz und Arbeit investiert. Im Motorsport kann sich leider innerhalb einer Sekunde alles verändern“, sagt Scherer. 

 rotz der Enttäuschung richtet sich der Fokus bereits auf das nächste Saisonhighlight. Vom 23. bis 25. Juni steht mit den 24 Stunden von Spa eines der prestigeträchtigsten GT3-Rennen der Welt auf dem Programm. Scherer wird erneut gemeinsam mit Maini und Drouet an den Start gehen. „Ich freue mich auf Spa. Die Strecke kenne ich gut und konnte dort bereits Erfolge feiern. Es wird mein erstes 24-Stunden- Rennen dort sein. Ich bin hungrig, das Team ist hungrig, und das Qualifying in Monza hat gezeigt, was in unserer Fahrerpaarung steckt. Statistisch gesehen dürfte das Rennglück beim nächsten Mal hoffentlich wieder auf unserer Seite sein.“ pd


Kommentieren & mitreden

Sie wollen diesen Artikel kommentieren? Kommentieren Sie sachlich, respektvoll. Wir freuen uns.

Hier registrieren und vollen Zugang erhalten

Sie haben bereits ein Konto ?

Zur Anmeldung

Das könnte dich auch interessieren