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Seetal | Aesch

Für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Der Journalist Hans Stutz wurde mit dem Preis der Vertwerungsgesellschaft Pro Litteris ausgezeichnet. Die Jury würdigte seine Arbeit, die er selbst als «Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten» versteht.

Hans Stutz, 1952 in Aesch geboren, wurde mit dem Pro-Litteris-Preis ausgezeichnet. Der Preis würdigt herausragende Leistungen in Literatur und Kunst. Dieses Jahr wurde er im Bereich Journalismus vergeben, schreibt die Verwertungsgesellschaft Pro Litteris.

Der im luzernischen Seetal aufgewachsene Journalist Hans Stutz gehört – so die Mitteilung von Pro Litteris – seit Jahrzehnten zu den profiliertesten Rechercheuren im Bereich Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz. Nach einer universitären Ausbildung und Tätigkeit als Sekundarlehrer wechselte er in den freien Journalismus. Diesen Weg verfolgte er sein Leben lang. Eine feste Teilzeitanstellung hatte er als Chefredaktor des damaligen Medienmagazins der Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten. Seit den 1980er-Jahren schrieb Hans Stutz als freier Mitarbeiter für verschiedene Medien. Seine Arbeit beruht auf genauer Dokumentenrecherche, sorgfältiger Quellenprüfung und Beharrlichkeit. Von 1995 bis 2014 setzte er die von Sigi Feigl gegründete und von Regula Bähler geführte Chronologie rassistischer Vorfälle fort. Er verfasste zwei Bücher: «Frontisten und Nationalsozialisten in Luzern 1933 – 1945» (publiziert 1997) und «Der Judenmord von Payerne» über die Ermordung von Arthur Bloch (2000). Die Jury schreibt in ihrer Würdigung: «Das Lebenswerk von Hans Stutz zeigt, wie historische Recherche, journalistische Genauigkeit und demokratische Haltung zusammenfinden. Stutz hat sich Themen gewidmet, die oft ungern öffentlich verhandelt wurden: rechtsextreme Organisationen und Strukturen, rassistische Vorfälle und demokratiefeindliche Ideologien.» Die Jury würdige mit Hans Stutz einen Journalisten, der «über Jahrzehnte hinweg unbequeme Themen verfolgt hat, auch unter persönlichen Drohungen und mit beruflichen Nachteilen, und der seine Arbeit als Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten versteht».  pd


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