Sammelziel für Klimainitiativen erreicht
Im August 2025 startete ein parteiunabhängiges Netzwerk von Klimaschützerinnen und Klimaschützern im Kanton Luzern Unterschriftensammlungen für zwei Volksinitiativen zum Thema «erneuerbar heizen».
Die eine kantonale Klimainitiativen schlägt vor, dass im ganzen Kanton ab 2037, ausnahmsweise ab 2040, grundsätzlich erneuerbar geheizt wird. Die andere schlägt vor, dass bei einem Heizungsersatz nur noch Heizungen mit erneuerbarem Energieträger eingesetzt werden. Der Grund für den Fokus auf Heizungen besteht laut den Initiativkomitees darin, dass Heizungen nach wie vor eine Hauptquelle der Treibhausgasemissionen im Kanton Luzern darstellen, es einfacher ist, Heizungen emissionsfrei zu machen als beispielsweise Flugzeuge oder Lastwagen, und es aufgrund der Dringlichkeit von Klimaschutzmassnahmen daher sinnvoll sei, wenn man in diesem Bereich rasch vorangehe. Bei Bedarf soll dafür zusätzliche Unterstützung gewährt werden.
Breit abgestützt und unabhängig
Die Klimainitiativen bringen Menschen unterschiedlichen Hintergrunds im Kanton Luzern zusammen, die sich für Klimaschutz einsetzen. Sie bauen auf kommunalen Klimainitiativen und entsprechenden Gegenvorschlägen auf, die zuvor in der Gemeinde Hochdorf erfolgreich zur Abstimmung gebracht wurden.
Neben Klimaschutz-Interessierten aus Hochdorf machen unter anderem auch Klimaschützerinnen und Klimaschützer aus den Klimanetzwerken von Emmen, Buttisholz und Rothenburg mit, wie auch beispielsweise von den Grosseltern fürs Klima, dem Verein Nachhaltiges Luzern oder den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz. So ist ein parteiunabhängiges Netzwerk entstanden.
Gelegenheit für eine
umfassende Diskussion
Die kantonalen Klimainitiativen haben in den letzten Monaten gemäss Aussagen der Initiaitvkomitees viel Unterstützung erhalten, wie der von ihnen gestern verfassten Medienmitteilung entnommen werden kann. «Wir danken allen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die die Initiativen unterzeichnet haben, und denjenigen, die die Unterschriftensammlung aktiv weiter unterstützt haben. Wir danken auch den zahlreichen Organisationen und Netzwerken, welche die Initiativen in der einen oder anderen Form geholfen haben, so etwa dem WWF, Pro Natura, Fastenaktion, den Klimaseniorinnen oder den Eltern fürs Klima», sagt Roman Bolliger aus Hochdorf für die Initiativkomitees. «Die Initiativen geben der Luzerner Stimmbevölkerung die grosse Chance, im Bereich Klimaschutz einen grossen Schritt zu machen. Wenn wir uns von den fossilen Energien befreien, trägt dies auch zu einer unabhängigen und friedensfördernden Energieversorgung bei. Viele Menschen möchten, dass endlich viel mehr auf erneuerbare Energien abgestützt wird. Die Initiativen bieten eine ideale Gelegenheit für eine umfassende Diskussion dazu», so Roman Bolliger. pd
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