Der Abend der Entscheidung
Ob Hohenrain oder Römerswil, ist die Frage – oder mit anderen Worten, die Sieger vom Donnschtig-Jass bestimmen, wer am 9. Juli ebendiesen Donnschtig-Jass austragen kann. Dabei handelt es sich ja nicht nur um ein Jassturnier, sondern auch um ein Volksfest mit Tausenden von Besuchern und hochkarätigen musikalischen Gästen wie «Hecht». Für Römerswil treten die 12-jährige Emma Scherer, Pascal Betschart (Ersatzjasser), der Schwinger Jonas Troxler, Christina Püntener und Benno Schacher an; für Hohenrain sind Janis Elmiger (17), Monika Meier, Justin Rey, Othmar Winiger und Simon Abt (Ersatzjasser) mit von der Partie. Der Donnschtig-Jass ist eine der beliebtesten SRF-Unterhaltungssendungen mit über einer halben Million Zuschauern – es wird für die Teams und für jedes einzelne Mitglied also sicherlich ein spezielles Erlebnis sein, vor diesem Publikum die eigenen Jasskünste unter Beweis zu stellen. Dazu sagt der Präsident vom gemeinsamen OK der Gemeinden, Giuseppe Pizzol: «Ich weiss nicht, wie gross die Nervosität bei ihnen ist. Sie lassen sich aber nichts anmerken.» Als Vorbereitung hätten sie viel geübt, Taktiken besprochen und sich mit den französischen Spielkarten «angefreundet».
Unterwegs nach Davos
Die beiden Teams reisen am Veranstaltungstag mit einem Kleinbus nach Davos und fahren am selben Abend nach der Livesendung wieder zurück. «Die einen als Sieger, die anderen als ehrenvolle Zweitplatzierte», sagt Pizzol. Auch Fans aus den beiden Gemeinden werden ins Bünderland «pilgern», konkret seien dies laut dem OK-Präsident rund 200 Leute in drei Cars. Obwohl sie bei der Vorbereitung eng miteinander zusammengearbeitet haben, werden Hohenrain und Römerswil an diesem Abend Konkurrenten sein. «Das ist Teil des Spiels, das wussten wir von Anfang an», so Giuseppe Pizzol. «Unser OK ist ein gutes Team, welches sich bestens bewährt hat, wir werden egal wo, geeint und mit grosser Freude den Anlass durchführen.» Für den 9. Juli ist dementsprechend alles bereit, die Vorkehrungen sind getroffen. Die Begeisterung in den Dörfern ist spürbar und die Hilfsbereitschaft ist gross. «Die rund 300 Helferpositionen konnten belegt werden», sagt Pizzol.
4000 Besucher werden erwartet
Es wird mit einem rechten Andrang von Besuchern gerechnet. «Wir erwarten rund 4000 Gäste. Aber da der Anlass ausschliesslich im Freien stattfindet, kann natürlich das Wetter die Besucherzahl stark beeinflussen.» In einer Woche wird es so weit sein, bis dahin wird aber auch noch einiges geboten. So wird am Freitag der SRF-Moderator Rainer Maria Salzgeber mit seiner Velotruppe von Davos nach Hohenrain oder Römerswil fahren, wo mit Guuggenmusig und Trychlern ein Empfang und ein kleiner Apéro stattfinden. «Am Montag beginnt dann der Aufbau und am Mittwoch laden wir ab 18 Uhr zum Fürobebier ein», verspricht Pizzol. Dort stehe auch Verpflegung zur Verfügung und die Kleinformation «Sofort Hei» und die «Örgalichnächte» spielen auf. Am Sendetag ist das Festgelände dann bereits ab 11 Uhr offen. «Dort kann man verweilen, etwas essen oder einfach ganz allgemein hautnah bei den Vorbereitungen dabei sein.»
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