Lokaler Solarstrom bewegt
Im Zentrum standen die Fragen, wie Stromkosten optimiert, überschüssiger Solarstrom wirtschaftlich genutzt und Produzenten und Konsumenten durch einen Zusammenschluss zum Energieverbrauch (ZEV), einen virtuellen ZEV und lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) zusammengebracht werden können. Gemäss einer Umfrage vor Ort gaben rund zwei Drittel an, selbst eine Photovoltaikanlage zu besitzen. Ein grosser Teil davon produziert zeitweise mehr Strom, als im eigenen Haushalt verbraucht wird. Gleichzeitig interessierten sich fast allen Anwesenden für eine Optimierung der eigenen Stromkosten.
Wirtschaftliche Grundlagen
Seitens des Gemeinderates waren David Affentranger, Cyrill Dahinden sowie Daniel Eugster anwesend. Lukas Huber stellte die kommunale Energieplanung der Gemeinde vor. Benjamin Wanzenried, Teamleiter und Energieberater bei Oekowatt AG, erläuterte zunächst die wirtschaftlichen Grundlagen und zeigte auf, welche Faktoren bei der Optimierung von Stromkosten und der Nutzung von selbst produziertem Solarstrom eine Rolle spielen.
In der Diskussion kamen praktische Fragen zur steuerlichen Behandlung von Einnahmen aus dem Stromverkauf auf, die Rolle der Gemeinde bei möglichen lokalen Elektrizitätsgemeinschaften sowie die Frage, wie überschüssiger Strom innerhalb eines Zusammenschlusses verteilt wird.
Einfache Lösungen gefragt
Lukas Zemp, Projektleiter Energie bei «dieprojektfabrik AG», zeigte, wie ZEV, vZEV und LEG konkret angegangen werden können. Anhand von Praxisbeispielen erläuterte er die unterschiedlichen Modelle und deren Umsetzung. In der Fragerunde interessierten insbesondere möglichst einfache Lösungen mit geringem administrativem Aufwand sowie die Unterschiede bei Organisation, Vergütung und Verantwortung zwischen den verschiedenen Modellen.
Die parteiübergreifende Zusammenarbeit zeigte sich auch in der Moderation: Die vier Mitglieder des Organisationskomitees Gabriel Ruckli (Die Mitte), Jannik Niklaus (FDP), Daniel Thali (SVP) und Jösy Schuler (SP) führten abwechslungsweise durch die einzelnen Programmpunkte. Am Apéro konnte auch das Hauptziel des Abends umgesetzt werden: Stromproduzenten und -konsumenten miteinander ins Gespräch zu bringen und Möglichkeiten für lokale Lösungen aufzuzeigen. (pd)
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