Mitwirken für mehr Bio-Produkte
Aktuell stehen auf dem Grundstück Nr. 290 des Biohofs im Ballwiler Ortsteil Brand ein Gewächshaus mit Wasserspeicher, eine Holzschnitzelfeuerung, ein Lagergebäude, ein Wohnhaus sowie ein Hühnerstall mit 2000 Legehennen inklusive Auslauf und Wanderfolientunnels. Mit der vorliegenden Teilrevision soll laut Planungsbericht die biologische Produktion des Betriebs von Adrian Huber gesteigert werden können. Dieser plant das Pflanzen von Tomaten, Snack-Peperoni, Gurken, Auberginen, Cherrytomaten, Nüssler, Radieschen und diverse Wintersalate. Dafür sollen zwei weitere Gewächshäuser auf demselben Grundstück erstellt werden.
Damit dieses Vorhaben realisierbar ist, braucht es eine Umzonung des Grundstücks Nr. 290 mit einer Fläche von rund 5,5 Hektaren von der Landwirtschafts- in die Speziallandwirtschaftszone. Daraus ergeben sich eine Änderung des Zonenplans und ein neuer Artikel zur Speziallandwirtschaftszone im Bau- und Zonenreglement.
Fünf neue Baukörper
Die Projektidee beinhaltet insgesamt fünf neue Baukörper: Nebst zwei neuen Gewächshäusern sollen ein Teich, Folientunnels und ein Betriebsgebäude erstellt werden. Bauherr Adrian Huber plant das Projekt etappiert: Eine erste Etappe soll unmittelbar umgesetzt werden (Bau 1. Gewächshaus), die zweite rund drei Jahre später (Bau 2. Gewächshaus), während die dritte Etappe (Erstellung Folientunnel für Legehennen) noch offen ist und von der Entwicklung des Hühnerstalls abhängt.
Das Projekt trägt zur Sicherstellung der regionalen Grundversorgung und zur haushälterischen Bodennutzung bei. Es ist eine logische Weiterführung der bisherigen Betriebsentwicklung.
Stimmbevölkerung entscheidet voraussichtlich im Herbst
Weiter schafft der Betrieb Arbeitsplätze sowohl für Fachkräfte als auch für Ungelernte. Die bereits positiv funktionierende Integration von anerkannten Flüchtlingen soll mit der Erweiterung fortgesetzt werden. Die Investitionssumme im Endausbau beträgt rund acht Millionen Franken. Davon profitiert das regionale Gewerbe sowie weitere Handwerks- und Planungsbetriebe.
Nach Ende der Mitwirkung am 28. April folgen allfällige Einspracheverhandlungen. Die Beschlussfassung durch die Stimmbevölkerung ist auf Herbst angesetzt. Der Regierungsrat hat die Umzonung zu genehmigen. (pd/SB)
Newsletter
Melden Sie sich hier kostenlos für unseren Newsletter an und erhalten Sie die neusten Nachrichten aus der Region Willisau, dem Wiggertal, dem Kanton Luzern und Sport regelmässig am Morgen in Ihr E-Mail-Postfach.
Anmelden
Kommentieren & mitreden
Sie wollen diesen Artikel kommentieren? Kommentieren Sie sachlich, respektvoll. Wir freuen uns.
Hier registrieren und vollen Zugang erhaltenSie haben bereits ein Konto ?
Zur Anmeldung