Budget 2025 mit einem Minus
Nach Jahren mit Ertragsüberschüssen in der Erfolgsrechnung sieht der Gemeinderat Hochdorf für das Budget des kommenden Jahres einen Aufwand- überschuss in der Höhe von 996 967 Franken vor. Eine Kostensteigerung ist insbesondere im Bildungssektor zu verzeichnen mit einem Anstieg von über 9 Prozent. Gründe hier sind, dass es zusätzliche Schulklassen gibt, aber auch, dass an den kantonalen Sonderschulungspool fast eine halbe Million Franken mehr zu leisten ist als im Jahr zuvor. Ein geringfügiger Minderaufwand von 1,5 Prozent ist im Bereich Politik und Verwaltung vorgesehen.
Im Ressort Verkehr und Raumordnung ist ein Mehraufwand von 4,7 Prozent (2,56 Mio. im Vergleich zu 2,44 Mio. im Vorjahr) budgetiert. Ausbau und Umsetzung von Mobilitätsangeboten werden hier unter anderem als Begründung genannt. Im Bereich Umwelt geht man von einer Erhöhung von 415 652 Franken im 2024 auf 539 656 Franken im 2025 aus, das ist ein satter Anstieg von fast 30 Prozent. Dies insbesondere aufgrund der Planung der Wasserversorgung Seetal.
Bei der Budgetierung der Steuereinnahmen stützt sich Hochdorf auf die Annahme, dass die kantonale Steuergesetzrevision einen tieferen Ertrag an Gemeindesteuern verursacht. 536 000 Franken sollen hier die Mindereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr betragen. Allerdings rechnet man bei der Gemeinde Hochdorf auch damit, dass man vom Kanton von den OECD-Mindeststeuern fast 600 000 Franken erhält.
Mehr Investitionen sind
vorgesehen
Stand jetzt sind auch vermehrt Investitionen in Planung für nächstes Jahr. Deshalb geht man in der Investitionsrechnung von 8,93 Millionen Franken (2024: 7,67 Mio.) aus. Eine Hauptinvestition, die im Budget 2025 eingestellt ist, sind die Ausgaben für das neue Feuerwehrmagazin. Die kommunale Volksabstimmung ist für nächstes Jahr geplant, der für 2025 budgetierte Ausgabenteil beläuft sich auf 3,04 Millionen Franken. Auch die Sanierung Nunwilerstrasse ist mit 750 000 Franken einer der grösseren «Brocken». Für die etappenweise Anschaffung von Laptops an der Schule und mobilen Geräten sind 350 000 Franken vorgesehen. Zudem plant die Gemeinde einen Sockelbeitrag an die Realisierung des Jubla-Huus. Dieser budgetierte Betrag in der Investitionsrechnung hat eine Höhe von 350 000 Franken.
Der Steuerfuss der Gemeinde soll in Hochdorf bei 1.90 Einheiten belassen werden.
«Ungenügend aufgezeigt»
Die Controllkommission trägt den Kurs des Gemeinderates zwar allgemein mit, es gibt aber durchaus als kritisch zu wertende Worte in ihrem Bericht: «Einige Grenzwerte der offiziellen Kennzahlen sowie der vom Gemeinderat festgelegten finanziellen Leitplanken werden weiterhin nicht eingehalten. Massnahmen zur Verbesserungen werden auch dieses Mal nur ungenügend aufgezeigt. Aus diesen Gründen empfehlen wir Investitionen und Ausgaben sehr zurückhaltend zu tätigen.»
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